Erol Sander ganz privat
"Die Alpenklinik" am 1.5.2009 im TVSie gelten als Vorzeigeschwiegersohn. Wie verstehen Sie sich denn mit der eigenen Schwiegermama? Sehr gut. Auch mit meinem Schwiegervater. Die beiden sind große Vorbilder für meine Frau Caroline und mich, denn sie sind bereits seit über 40 Jahren verheiratet.
Sie und Ihre Frau können auch schon auf neun Jahre Ehe zurückblicken… Also ganz genau sind wir zwölf Jahre, elf Monate und 21 Tage zusammen, und vor neun Jahren haben wir geheiratet. Eigentlich war sie überhaupt nicht mein Typ und ich auch nicht ihrer. Sechs Monate lang hatten wir nur ein Verhältnis miteinander; dabei haben wir bemerkt, dass wir die gleiche Vorstellung vom Leben haben. Caro ist einfach eine tolle Frau! Bei ihr weiß ich, dass sie hundertprozentig zu mir steht. Sie ist die Chefin, meine Prinzessin, meine Kaiserin!
Verraten Sie uns das Geheimnis Ihrer Beziehung? Das ist schwer. Liebe kann man nicht erklären. Ich finde es wichtig, dass man miteinander über alles reden kann. Bei uns gibt es auch mal richtig Zoff, aber wir gehen nie schlafen, ohne dass das Problem zuvor gelöst ist. Und wenn es bis fünf Uhr in der Früh dauert. Außerdem glaube ich, dass es den perfekten Partner sowieso nicht gibt. Man muss sich gegenseitig formen. Wenn sie weiß, mir gefällt die Farbe Grün, zieht sie für mich vielleicht mal ein grünes Oberteil an.
Ihre Eltern ließen sich scheiden, als Sie vier Jahre alt waren. Eine schwere Zeit? Nachdem sich meine Eltern trennten, bin ich mit meiner Mutter nach Deutschland gezogen. Mein Vater ist in der Türkei geblieben und dort neun Jahre später gestorben. Ich wuchs also ohne Vater auf. Meine Mutter war alleinerziehend und musste immer um unsere Existenz kämpfen. Sie wollte für mich beides sein: Mama und Papa! Aber dadurch konnte sie weder ihre Rolle als Mutter ausfüllen – und schon gar nicht die Rolle des Vaters. Sie konnte mir meinen Vater einfach nicht ersetzen.
Nachdem Ihr Vater früh starb: Haben Sie andere männliche Bezugspersonen? Mein Schwiegervater ist jetzt mein eigentlicher Vater. Und dann gibt es noch Menschen, die für mich Vorbild sind, bei denen ich mich sehr wohl fühle, z.B. Maximilian Schell. Ich liebe Maximilian! Er ist so ein weiser Mann! Ich bewundere ihn. Er ist mein großer Mentor.
Sie selbst sind Vater eines sechsjährigen Sohnes. Achten Sie bei Marlon nun besonders darauf, dass er Ihre väterliche Liebe spürt? Ich bin sehr viel unterwegs, aber der Körperkontakt zu meinem Sohn ist mir enorm wichtig (greift sich ans Herz). Dass er auf meiner Brust schläft zum Beispiel…. Das hätte ich mir von meinem Vater oft gewünscht. Dass er mich in die Arme nimmt, mich liebkost. Als Papa will ich für meinen Sohn Marlon immer da sein!
(Quelle: Mona Film und Interviewauszüge aus „WOMAN“ vom 10.04.2009)
Mehr Informationen zum Film "Die Alpenklinik - Riskante Entscheidung"
11.04.2009
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