Sigmar Solbach ist begeisteter Naturfreund

Seine Rolle in "Die Alpenklinik" spricht ihm aus der Seele

SIGMAR SOLBACH erreichte als TV-Arzt „Dr. Stefan Frank“ Kultstatus. Jetzt begeistert er als Wildhüter in der ARD-Reihe „Die Alpenklinik“. Eine Rolle die dem Naturfreund aus der Seele spricht.

Haben Sie für „Die Alpenklinik“ extra den Bart wachsen lassen? Ja. So einen Drei-Tage-Bart trage ich selten. Ich habe mir höchstens auf meinen Segeltouren mal einen Vollbart wachsen lassen. Das ist schön praktisch – und da sieht mich ja niemand.

In welchen Eigenschaften ähneln Sie Max, dem Wildhüter, den Sie spielen Ich bin genauso naturverbunden, lebe gerne etwas zurückgezogen, mag keine Hektik. Ich bin manchmal ein Eigenbrötler wie Max. Ich liebe die Ruhe. Deshalb meide ich auch Partys. Der oberflächliche Smalltalk ist nicht meine Welt.

Welche Beziehung haben Sie zu den Bergen? Ich finde die Berge sehr faszinierend, aber ich bin ein Wassermensch. Genau wie meine Frau. Deshalb verbringen wir einen Großteil unserer Zeit am liebsten auf dem Meer. Das bedeutet für uns Abenteuer und Abstand von jeglichem städtischen Getriebe. Der Wind, das Salzwasser, die Sonne auf der Haut. Das ist Freiheit.

Sie sind ja demnächst wieder auf See? Ja, Claudia und ich gehen bald für einige Wochen auf Segeltour. Unser Boot „Varuna“ benannt nach einer indischen Meeresgöttin, liegt im Moment in einem Hafen der Ägäis. Wir hoffen, dass wir es bis in die Türkei schaffen.

Wie groß ist Ihr Boot? Es ist 31 Fuß, also um die zehn Meter lang. Wir haben dort alle Annehmlichkeiten, die wir brauchen. Aber es ist keine Luxusyacht. Wir legen gerne mal den Komfort des Alltags ab. Wir genießen es, auch mal einfach zu leben. Wasser läuft nicht unbegrenzt aus dem Hahn, Strom muss eingeteilt werden, da er aus Batterien kommt. Ein Glas Rotwein vor Anker im Sonnenuntergang schmeckt uns auf dem Boot viel besser als zu Hause.

So lange Zeit auf engem Raum? Gehen Sie sich nicht auch mal auf die Nerven? Nein, das kenne ich nicht mit Claudia. Ich genieße wirklich jede Minute mit ihr.

Warum ist Ihre Frau die Richtige für Sie? Weil sie einfach zu mir passt. Wir ergänzen uns einfach wunderbar, ohne von dem anderen etwas einzufordern oder abhängig zu sein. Den Satz „Ich kann ohne Dich nicht leben!“ empfinde ich als grauenhaft und als eine Art Erpressung. Diese Aussage tut keiner Beziehung gut. Viel besser ist, wenn man sagt: „Ich kann ohne Dich nicht leben, aber ich möchte mit Dir gemeinsam leben!“ Der Partner ist kein Eigentum des anderen. Ich finde es ganz schlimm, wenn man klammert. Eine Liebe braucht auch mal Freiheit.

Was ist Ihr Rezept für eine glückliche Beziehung? Liebe ist nicht selbstverständlich. Sie bedeutet ständige Arbeit und Respekt. Eifersucht, die immer mit Verlustangst begleitet ist, kenne ich zum Glück nicht mehr. Früher war das anders.

Wie wichtig ist Treue für Sie? Ganz wichtig. Es ist schön, wenn man spürt, den Partner für`s Leben gefunden zu haben. Zu einem Menschen, den man liebt, fest zu stehen. Dieses Glück habe ich gefunden. Ich würde meine Frau niemals betrügen. Ich brauche diesen Kick jedenfalls nicht.

Wie halten Sie Ihre Beziehung frisch? Man sollte jeden Tag das Auge, das Ohr und das Herz für den Partner offen lassen. Dann kann jeder Tag spannend werden. Ich kann mich auch an Kleinigkeiten, an einem lieben Wort oder zärtlichen Gesten erfreuen.


(Quelle: Mona Film und Interviewauszüge aus „Frau im Spiegel“)





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30.06.2009


 

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