Valerie Niehaus im Interview
"Die Liebe kommt mit dem Christkind" im Dezember in der ARDErstmal „Verbotene Liebe“(1995). Und dann ging`s richtig ab für Valerie Niehaus. Rolle für Rolle in Serien und TV-Filmen. Zur Weihnachtszeit wird sie in der Mona-Film-Produktion "Die Liebe kommt mit dem Christkind" an der Seite von Erol Sander in der ARD zu sehen sein.
Die Mutter von Sohn Joshua Elisa (8) lebt seit Jahren von seinem Vater getrennt in Berlin. Zielstrebigkeit und klare Kante. Das ist ihr Motto. Auch wenn`s ums Aussehen oder Alter geht. Lesen Sie selbst:
Bleibt als arbeitende Mutter noch Zeit für Sie selbst? Ja, ich kann mich ganz gut abgrenzen. Ich lese dann sehr viel und genieße es, wieder in meiner Welt zu sein. Ich ziehe mich sehr gern in mich zurück.
Sie sind erst 35. Machen sie sich trotzdem schon Gedanken übers Alter? Nur insofern, dass ich es als angenehm empfinde, mit jedem Tag mehr zu wissen. Ich bin gern 25 gewesen, aber ich bin enorm gern 35. Ich gehe auch davon aus, dass das so weiter geht.
Was ist an 35 so fantastisch? Im Mitte-20-Alter habe ich reagiert auf Dinge, die von außen gekommen sind. Im Gegensatz dazu treffe ich jetzt im Wesentlichen meine Entscheidungen selbst. Ich bin Frau meiner Welt.
Was ist mit den Veränderungen, die ein Körper mit den Jahren durchmacht? Ich bemerke es natürlich. Und es gibt sicherlich auch Tage wo mich das wehmütig macht. Und es gibt natürlich auch Tage, an denen ich mir nicht gefalle. Aber ein jugendliches Gesicht ist etwas, dass man auf einem Foto sieht. Das Alter geht für mich mehr mit innerlichen Dingen einher. Ich finde diesen Trubel schrecklich der ums Aussehen gemacht wird.
Warum? Wir Frauen sind so doof, uns die ganze Zeit mit dem Thema Aussehen zu beschäftigen. Das ist mir echt zu wenig. Mädels, was haben wir uns erkämpft! Und jetzt sitzen wir da und denken, ohne reichen Mann und ohne Botox-Spritze wäre das Leben nicht schön! Ich finde es erstaunlich, dass uns so etwas im Kopf umhergeht. Aber wir machen das ja selber mit uns.
Das fängt schon bei jungen Mädchen an….? Ja! Anstatt dass sie sich hinsetzten und ein Buch lesen. Und versuchen aus ihrem Leben was zu machen. Es kann nicht sein, dass das einzige, was man meint schaffen zu müssen ist, eine Gewichtstabelle zu erfüllen.
Wie waren Sie als Mädchen? Anstrengend! Total anstrengend. Und auch im Wesentlichen damit beschäftigt wie ich aussehe (lacht).
Warum anstrengend? Ich war recht wilden Herzens. Schon damals. Ich war einfach immer verliebt.
(Quelle: Mona Film und Interviewauszüge aus „frau aktuell“ vom 27.07.2010)
28.07.2010
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